Drittes Kapitel. Lütold Schaler von Basel, XXIII. Abt (1333-1342). Konrad I. von Seengen (?der Krieg), XXIV. Abt (1342-1359).

Nach dem Hingange des Abtes Heinrich II. berief der Muri-Konvent einen Mönch aus St. Blasien, Lütold Schaler,(I-153) gebürtig aus Basel, zur Leitung der klösterlichen Genossenschaft1. Bis anhin konnten wir in der Eidgenossenschaft kein Aktenstück finden, das von seiner Regierung spräche. Daher haben ihn unsere Hauschronisten auch nicht den Muriäbten beigezählt2, zumal auch das Hermetschwiler-Nekrologium ihn nicht erwähnt. Jedoch ein St. Blasianercodex vom 14. Jahrhunderte sagt ausdrücklich, dass unter Abt Peter, der von 1334-1348 regierte, Lütold Schaler von Basel als Abt nach Muri postulirt worden sei3, und dann haben wir oben gezeigt, dass 1303, wie einige glauben, seine Regierung unmöglich gewesen, indem Rudolf von Bossikon damals die Genossenschaft von Muri leitete4.

Das Kloster mag in diesen Zeiten wegen der Kriege in gedrückten Verhältnissen gewesen sein. Die Kraft der Schirmherren war zugleich im Ärgau und am Vierwaldstättersee durch die Eidgenossen gebrochen. Während die noch lebenden Söhne des Königs Albert, Otto der Kühne († 1339) und Albert der Weise († 1358), im Osten hinlänglich beschäftigt waren, rettete die Königin Agnes den kühn auftretenden Feinden des Westens und Südens gegenüber noch manches Gebiet und Schloss5.

In diesen traurigen Zeiten erfreute sich aber die Pfarrei Muri eines tüchtigen Leutpriesters, Werner von Kilchen. Dieser verstärkte das Geläute seiner Kirche in den Jahren 1337 und 1339 durch zwei neue Glocken; dann erlangte er vom Papste Benedikt XII. einen Ablassbrief für dieselbe Kirche6. Den Gläubigen wird, wenn sie das hl. Öl zu den Kranken begleiten oder Abends beim Aveläuten mit gebogenen Knieen drei „Ave“ beten oder zur Ausschmückung der Kirche etwas beitragen, ein Ablass der zeitlichen Sündenstrafen von 40 Tagen gewährt.

Weil die zu Wien 1337 von den Herzogen Albrecht und Otto gegebene Urkunde, die im Archiv Muri in Aarau liegt, (I-154) das Kloster Muri nicht berührt7, so gehen wir zu Abt Lütold's Nachfolger über –

Konrad I. von Seengen.

P. Anselm Weissenbach8 und P. Benedikt Studer9 vermuthen aus dem Grunde, Abt Konrad sei aus dem Geschlechte der „Krieg“ gewesen, weil 1310 und 1311 ja schon 1288 u. s. w. Konrad der Krieg als Konventual und „Custer“ von Muri erscheint. Allein aus gleichem und vielleicht besserm Grunde, weil jener schon das erste Mal als Zeuge erscheint, und daher nicht wohl bis 1361 als Abt hätte regieren können, glauben wir, dieser Abt sei der am 30. Juni 1323 das erstemal urkundlich vorkommende Konrad von Seengen10. Ein Zweig der Edlen dieses Geschlechtes war am Ende des 13. Jahrhunderts nach Bremgarten übersiedelt und sass häufig im dortigen Rathe. Sie waren habsburgische Dienstmannen und hatten ihre Stammburg nicht ferne von Hallwil11.

Konrad, der 1342 die Abtwürde erhalten haben mochte, suchte zunächst die Schuldenlast, welche die Klöster Muri und Hermetschwil drückte, zu beseitigen. Am 13. Jänner 1313 lieh er zunächst dem Kloster Gnadenthal mehrere Güter in Wohlen und besiegelte die Urkunde12. Wenige Monate später (5. März) schloss er mit Gottfried von Hünaberg, Ritter, und seinem Bruder Peter, Kirchherrn in Merenschwand, einen Vergleich wegen der 300 Gl., welche Muri, und wegen der 60 Gulden, welche die Frauen in Hermetschwil diesen Herrn schuldeten13. Der Eintritt Burkarts, des Sohnes Hartmann's von Ballwile14, in's Kloster im Jahre 1343 bot dem Abte und Konvente eine günstige Gelegenheit, diese Schulden abzuzahlen. Der Vater Burkart's zahlte nämlich jährlich einen Mütt Kernen an den neuen Benediktusaltar in der Klosterkirche für (I-155) die „Rorkappe“15 und gab hiefür die Anweisung auf Äcker in Baldewile16. Willkommen war auch die Vergabung des Heinrich Cunzo, der mit seiner Ehefrau Christina mehrere Güter in Wohlen, Boswil und Egg, mit Vorbehalt der Nutzniessung 1343 dem Kloster schenkte17.

Mit dem Abte suchte auch sein Propst (Ökonom), Johannes von Hottwile18, der in obiger Urkunde genannt ist, sorgsam die Finanzen zu regeln. Das Jahr 1343 war jedoch für sein Bestreben wegen der vielen Regengüsse, Überschwemmungen und der in Folge dessen entstandenen Hungersnoth sehr ungünstig19. Abt und Konvent verkauften daher im folgenden Jahre den freien Zehnten in Remerswil an Marchwart von Gundoldingen und Arnold Schnider von Buochen20. Zwei Tage vorher hatten die nämlichen mehrere Zehenten um 20 Mark Silber dem Peter von Hünaberg, Kirchherrn zu Rohrdorf, und seinem Bruder Johann veräussert21. Die Unterhandlungen wegen Abtretung des Dinghofes (? Dietfurt) zu Dottikon werden schon im Jänner 1344 mit dem Klarissinenkloster in Königsfelden begonnen haben22; allein zum Abschlusse kam das Geschäft erst im Jahre 1351. Muri löste für den Hof 125 Gl. Die Rechte (Offnungen) desselben sind in der Argovia (IX. Band, S. 39 ff.) abgedruckt. Deren Eingang lautet: „Dis sint die rechte des Dinghofes zu Tottikon. Derselbe hof gekouffet ward von dem gotzhus ze Mure mit allen rehten und zuogehörungen, als es dasselbe gotzhus hatte und beschach der kauff 1351“23. – Das Jahr vor der Pest (1347) musste unser Gotteshaus sogar das Einkommen von 1 Pfund Pfeffer, das von dem Thurme und den Häusern des (I-156) Rudolf Manesse in Zürich kam und damals hochgeachtet wurde, dem Abte zu Rüti bei Rapperswil überlassen24 und weiter, „dur ... nothdurft“ gedrängt, verkaufte es alle Zinsen und Rechte, die es im Kirchspiele Meggen am Vierwaldstättersee besass. Deren Erlös war nur 18 Gulden25. Zwischen hinein gestatteten Abt Konrad und Ritter Konrad von Wohlen einen Gütertausch, den Ritter Johann von Eichiberg, Schultheiss von Bremgarten, mit den Bauern in Wohlen einging26, und am 10. August 1353 gab unser Kloster ein Gut im Banne zu Wohlen dem Kloster Gnadenthal in gleicher Eigenschaft als Erblehen hin, wie es ehemals Herr Peter, Kirchherr in Amrechtswil und Herr Johannes von Platzheim27, später Kanzler Herzog Rudolf's, dann Bischof von Gurk, Brixen und Chur, inne gehabt hatten.

Nach dem Verschwinden der Pest waren im Besitze der Güter wegen der vielen Todfälle grosse Veränderungen eingetreten. Daher mussten neue Urbarien angelegt werden. Was das Stift Beromünster im Jahre 1300 in dieser Beziehung that28, dasselbe befahl auch Abt Konrad von Muri seinem Mitbruder, Rudolf von Zürich als Prokurator, und empfahl ihm noch insbesonders, das Einkommen des neuen Benediktusaltares zu ermitteln. Beides vollzog er mit grösstem Fleisse. P. Anselm gibt das Einkommen dieses Altares nach einem Rotolus29 aus damaliger Zeit an: 84 Mütt Kernen, 12 Mütt Gersten, 27 Mütt Korn, 14 Mütt Bohnen, 2 Mütt Fassmus, 4 Malter Dinkel, 11 Mütt Hafer, 200 Eier, 5 ½ Pfund Geld. Ein von Rudolf noch vorhandenes Urbar nennt 95 Orte, in denen Muri Besitzungen hatte. Sie liegen innerhalb der Limmat, des Bötzberges, Willisau, Luzern, des Rigiberges und Zürichsees; Besitzungen innerhalb des Vierwaldstättersees oder im Elsass und im Markgrafenlande sind keine mehr zu finden. Das Haupteinkommen des Klosters besteht in Getreide und Hafer, nämlich in 619 Mütt Kernen, 141 Malter Korn, 11 Mütt Gerste, 80 Mütt Roggen, 217 Malter Hafer; ferner in Erbsen, Bohnen, Fassmus, Pfeffer, Tuch, Rosseisen, Hoffahrten (= Weinfuhren), Eiern, Hühnern, Gänsen, Kappaunen, Fischen und Schweinen30. An Geld erhielt das (I-157) Kloster 130 Pfd., 9 Sch., 1 ½ Pfen. Vom Zuger- und Küssnachersee kamen 1470 Stück Balchen, und die St. Martinsleute in der Nähe des Klosters mussten 868 Tage auf seinen Gütern jährlich dienen.

Nebst diesem Urbar ist noch ein Rodel von der Regierungszeit des Abtes Konrad I. vorhanden. Er ist von Pergament, 3 Meter lang und 12 cm. breit31, in lateinischer Sprache geschrieben. Von der Pfarrei Muri sind folgende Dörfer und Höfe genannt: Butwile , Geltwile , Kriental, Wye, Kilchbüel, Nidigen, Güpfe, Egga, Altznach, Dürmülon, Birche und in Lutingen, Arnstowe, Werde, an dem Gerüte, Althüsern; dann kommen Besenbüren, Wigwile u. s. w. Übrigens enthält dieser Rodel nur die Einkünfte von der nächsten Umgebung des Klosters. Er ist in fünf Theile zerlegt, und am Ende der ersten Abtheilung heisst es: „Vor dem obern Thore des Klosters jenseits des Grabens liegt ein Acker, der zwei Mütt Kernen zinset“32.

Aber trotz der vielen Verluste, die Muri in diesen Zeiten am Vermögen erlitten, war dasselbe noch ziemlich bedeutend. Nach dem Taxationsbuche der Kirchen und Klöster im Bisthume Constanz, das in den Jahren 1353-1360 im Auftrage des Bischofes durch die Dekane33 angelegt wurde, ist das Kloster Muri mit den drei inkorporirten Pfarreien Muri, Bünzen und Eggenwil für 230 und die Frauen in Hermetschwil für 72 Mark geschätzt. Der Kapellen des hl. Martin in Boswil, der hl. Anna in Wohlen und der Kapelle in Ättiswil (in der Pfarrei Sins) geschieht keine Erwähnung, weil ihr Vermögen ganz dem Klostergute einverleibt war; dagegen hat die Pfarrkirche in (I-158) Hermetschwil ihre besondere Schätzung, ein Beweis, dass durch Vergabungen diese Kirche zu einem neuen Kirchengut bereits gelangt war34, während der erste Kirchensatz dem Kloster Muri gänzlich überlassen wurde; ebenso sind auch die zwei Kapellen in Aristau und Walaswil, weil sie zum Widdumsgut der Pfarrkirche in Muri gehörten, speziell geschätzt. Abt Konrad I. mag wohl die Bitte der Nonnen in Hermetschwil erhört haben, dass ein Konventuale von jetzt an beständig daselbst bleibe. Daher wird im Jahre 1354 als erster Inhaber dieses neugegründeten Kirchensatzes in Hermetschwil Herr Johannes von Kilchbüel genannt, dem später zwei andere Mitbrüder, Heinrich und Johannes gefolgt sein sollen35. Der Abt hatte dadurch seinem Konvente einen neuen Wirkungskreis, den der öffentlichen Seelsorge, eröffnet. Der Mangel an tauglichen Weltpriestern mag die Religiosen genöthiget haben, den Grundsatz, von der Leitung der Pfarreien sich ferne zu halten36, aufzugeben37. Selbst in der Klosterkirche erweiterte der kluge Vorsteher seinen Mitbrüdern das Arbeitsfeld. Weil die Andacht zum hl. Benedikt in der Klosterkirche zu Muri immer mehr an Umfang gewann, so führte er mit bischöflicher Erlaubniss die „Benediktbruderschaft“ für das Volk ein und knüpfte sie an den Altar dieses Heiligen38. Ihre Einführung hatte bald einen fleissigern Empfang der hl. Sakramente der Busse und des Altars zur Folge.

Bei aller dieser Sorgfalt für die Seinigen fand Abt Konrad I. noch immer Zeit, seinen Freunden Beweise der Liebe und Zuvorkommenheit zu geben. Das sonst reiche Frauenmünster in Zürich war in Geldnoth gekommen und musste den schönen Kellenhof in Boswil an den Ritter Johannes von Hallwil verkaufen. Am 11. März 134339 setzte Werner, der Kellner, denselben in Gegenwart vieler angesehener Männer in „Gewehr“ (rechtlichen Besitz) und öffnete das Zwingrecht dieses Hofes. Abt Konrad von Muri urkundet im Namen der (I-159) Frauen und besiegelt das Aktenstück. – Ähnliche Dienste leistet er öfters als Pfleger der ihm unterworfenen Frauen in Hermetschwil, so z. B. 135740. – Johannes von Schitterberg, ein Edelgeborner und Kanoniker in Beromünster, verursachte dem dortigen Propste und Kapitel viel Mühe und Arbeit; er verfiel in die kirchlichen Censuren. Kardinal Florentino beauftragte unsern Abt Konrad I., den Handel zu untersuchen und beizulegen, was er zur besten Zufriedenheit beider Parteien im Jahre 1356 auch glücklich vollzog41. Das folgende Jahr ist Konrad am 8. Jänner im Kloster Kappel und vidimirt mit Burkard, Dekan in Sins, einen Freiheitsbrief, welchen die dortigen Mönche von der Schnabelburg auf dem Albis erhalten hatten42. – In zwei rasch auf einander folgenden Schreiben (am 8. und 16. Juni desselben Jahres aus Avignon) beauftragte Kardinal Franciscus unsern Abt, Propst und Kapitel von Beromünster vom Banne und den geistlichen Strafen zu lösen, in die sie verfallen sein möchten, erstens wegen ihres Streites mit Werner von Rinach und Ulrich Stucki von Winterthur betreffs der Pfarrkirche in Hägglingen43, und zweitens wegen des Einkommens, das sie von ihren ledig gewordenen Pfründen wider die Bulle des Papstes Innocenz IV. (Suscepti) nach Gewohnheit zwei Jahre für ihre Stiftskirche benützt hatten44. Ohne Zweifel beruhigte Abt Konrad I. vollständig die geängstigten Seelen.

In dem letzten Jahre seines Lebens hatte er die Freude, den ältesten Sprossen der Habsburger-Familie, Herzog Albrecht II., baldigen Nachfolger in der Muri-Kastvogtei, und den jungen hochstrebenden Rudolf IV. in Baden an der Limmat zu sehen. Diesen möchte sein Kanzler, Johann Schultheiss, auch von Platzheim genannt, der unter Abt Konrad's Leitung in Muri in die Wissenschaften eingeführt wurde, begleitet haben45. Die Doppelfreude, die der Prälat bei diesem Anlasse genoss, milderte wohl viel das Herbe eines Streites, den er mit einem Getreuen des Herzogs, Hartmann von Heidegg46, wegen des Grundeigenthums einer Hofstatt innerhalb des Grabens und der Ringmauer in Aristau hatte. Rudolf, (I-160) der hier zu Gunsten Hartmann's sprechen musste (Freitag vor Pfingsten 1358), liess die Urkunde so abfassen, dass Muri das Bittere ihres Inhaltes nicht schwer empfand, zumal weil die Kanzlei den Spruch in Form eines gütlichen Vergleiches einkleidete47.

Abt Konrad I. erscheint seitdem nicht mehr in der Öffentlichkeit; am 4. März 1359 schied er in das bessere Leben48.


  1. Ein Rudolf Schaler in Basel, Ritter, war Diener Herzog Leopold's 1323 (Kopp, Gesch., 1, 58).

  2. Murus et Antem. IV., 53 und Annales.

  3. Casparus I., abbas S. Blasii in libro originum monasterii S. Blasii. Msc., p. 279; Arch. Muri in Gries, Hdschr. des P. Meinrad Bloch.

  4. S. oben, S. 136, 137, 140, 141.

  5. Dr. Herm. v. Liebenau, Nachweis; Damberger, Synchr. Gesch. XIV., 316-317.

  6. P. Aug. Stöcklin, Miscel., S. 463-464, Pergamentblatt. Die Ablassbulle wurde am 8. April 1341 in .A vignon ausgestellt und am 20. April d. J. vom Bischofe von Constanz als echt anerkannt und zu verkünden erlaubt.

  7. Schuld- und Pfandbrief gegen ihren Getreuen – Johann von Hallwil für die im gleichen Jahre „gethane Fahrt“ um 422 Mark, wofür die Herzoge den Kirchensatz von Villmergen zu einmaliger Leihung einsetzen.

  8. Annales, p. 301.

  9. Murus et Antem. IV., 54.

  10. Geschichtsfreund XX., 162, 163.

  11. Argovia X., 89.

  12. Argovia, Jahrgang 1861, S. 195.

  13. Geschichtsfreund XX., 168.

  14. Ballwil , Pfarrdorf im Kt. Luzern. – Ein Ritter Hartmann von „Baldewile“ ist schon 1236 genannt. Von dessen Sohne, Walther, stammten Diethelm und Bruno ab. Diethelm hatte wieder mehrere Söhne (Kopp, Gesch. II., 1, 416.).

  15. Auf dem Rande der Urkunde steht „Cappa seu pluviale“. Dem nach war im 14. Jahrhunderte in Muri wie in Beromünster (Riedweg, Gesch. von Ber., S. 112, 113) die Chorkappe (= Rorkappe) in Ubung, und das Eintrittsgeld des Novizen wurde zugleich unter diesem Namen erhoben. Über „Chorkappe“ vgl. Bock, Gesch. der liturg. Gewänder I., 212, 223.

  16. Arch., Muri in Aarau.

  17. Arch. Muri in Gries A. I., II.

  18. Dorf in der aarg. Pfarrei Mandach.

  19. P. Ans. Weissenbach, Annales, p. 309. Nikolaus I., Bischof von Constanz, speiste täglich 3000 Arme.

  20. Urk. vom 19. Juni 1344 (Geschfrd. XX., 317). Siegler: Abt und Konvent von Muri; nur das Siegel des Abtes hängt.

  21. Urk. vom 17. Juni 1344 (Vidimus vom 24. Febr. 1415); Archiv zur Schw. Gesch. II., 84.

  22. Mittheil. von Dr. Herm. v. Liebenau.

  23. Urkundl. Nachweis von Dr. Herm. von Liebenau; Riedweg, Gesch. des Collegiatstiftes Berom., S. 136.

  24. Copie im Archiv Muri in Gries A. I. I.

  25. Geschichtsfrd. II., 78, 179. Urkunde vom 9. Jän. 1359.

  26. Argovia VIII., 40. Urkunde vom Jahre 1348.

  27. Argovia VIII., S. 177. Platzheim oder Bladolzheim im Oberelsass bei Altkirchen.

  28. P. Ans. Weissenb., Annales, p. 318.

  29. Dieser Rodel ist nicht mehr vorhanden.

  30. Das Urbar ist hoch 40., Papier, mit dem gleichen Wasserzeichen, wie die Acta Murensia haben, schwarz eingebunden. Die erste Hand benützte 90 Blätter; jüngere Hände bis 1600 machten ihre Aufzeichnungen auf nachträglich beigegebenen Blättern. Diese durchstreichen öfters die Eintragungen der ersten Hand, wie das „Gut“ Kirchberg das 1397 nach Bremgarten kam. Das Archivzeichen d. Urbars ist B, 1, u. beginnt: „Dis sint die Namen der Dorfren und der höfen, da das Gotzhus ze Mure gült und guot inn hatte“. – Die Meinung, das Urbar stamme aus dem Jahre 1413 (Arch. Muri in Gries) stützt sich einzig auf die Bö. 19 stehende Jahrzahl, die offenbar eine jüngere Hand beifügte.

  31. Archiv Muri in Aarau. Das Archiv Muri in Gries besitzt eine Abschrift. Die Aufschrift lautet: „Hic continentur universe summe anone, videlicet tritici, siliginis, spalti, hordei (sic), avene et leguminis in villis singulis pertinentibus monasterio in Mure“. - Das Archivzeichen ist B, 2.

  32. „Item ager situs ante portam superiorem supra uallum reddit II modios tritici“ (vgl. oben, S. 125). - Alte Männer wussten noch am Anfange des 19. Jahrhunderts von diesem Walle oberhalb des Klosters zu erzählen (Muri-Chronik). Die fortwährenden Kriege machten diesen Graben zur Schützung des Klosters nothwendig.

  33. Freiburger Diöcesanarchiv, Bd. V., 70-81. Liber taxationis.

  34. Solche Vergabungen für den neuen Kirchensatz finden wir 1343 und 1344 (Archiv der Frauen in Hermetschwil).

  35. Meng, das Landkapitel Mellingen, S. 68.

  36. Acta Murensia, Bl. 20 b.

  37. Konrad von Ammenhausen (Kt. Thurgau), Benediktiner von Stein (am Ausflusse des Rheines aus dem Untersee) und Verfasser des merkwürdigen „Schachzabelbuches“, war schon 1337 Leutpriester (Pfarrer) in Stein (Kurz und Weissenb., Beitr. I., S. 48 und 51).

  38. P. Anselm Weissenb., Annales, S. 319, 320.

  39. Eine Copie dieser Urkunde vom Jahre 1402 liegt im Staatsarchiv Obwalden und ist in der „Tell-Sage“ (von Dr. Herm. von Liebenau) S. 154-165 abgedruckt.

  40. Arch. des Frauenklosters in Hermetschwil.

  41. Liber vitæ Eccles. Beron., Msc. von Bircher.

  42. Regesten von Kappel, Nr. 211.

  43. In der Urkunde vom 16. Juni 1357 steht irrthümlich: „abbati monasterii in Mure ordinis cisterciensis“ (Arch. Beromünster; Abschrift im Archiv Muri in Gries).

  44. Arch. Beromünster (Mitth. von Th. v. Liebenau).

  45. Argovia VIII., 178, 179 und 242.

  46. Nach einer Urkunde vom 21. März 1351 verkaufte Frau Katharina, des Barrers eheliche Tochter, und deren Gemahl Lüthold von Fricke, dem Ritter Hartmann von H. die Güter und Hofstatt in Aristau nebst der Vogtei zu Birchi, Türmülon, Atznach, und Iselmatte, Lehen, der Herrschaft von Österreich (Kurz und W., Beiträge I., 138) um 900 Gl.

  47. „Daz wir si darumbe beidenthalb mit ir gutem willen und gunst jedwedersit mit einander übereinbracht und berichtet haben“.

  48. Murus et Antem. IV., 55. Das Hermetschw. Nekrol. gibt ihm den Titel „Dominus“, den sonst kein Abt bis auf die neuere Zeit erhielt. Wollte der Einzeichner etwa dadurch seine adeliche Abkunft andeuten?!