Zehntes Kapitel. Inneres Leben der Konventualen und Disciplin.

Die Beschaffenheit des innern religiösen Lebens der Muri-Mönche in dem ersten Jahrhunderte lässt sich schon aus dem (I-060) erkennen, was wir von den ersten Pröpsten und Aebten bereits mitgetheilt haben, von Propst Reginbold, dem sittenreinen Gründer der Genossenschaft, von Burkard, unter welchem die Kirche vollendet und eingeweiht wurde, von dem im Rufe der Heiligkeit stehenden Luitfrid, von Rupert, „welcher Muri durch das Beispiel religiöser Vollkommenheit verherrlichte“, und von dem für alles Gute begeisterten Ulrich. Unter solchen Hirten musste das religiöse Leben der Herde gedeihen. Die Konventualen, welche nach 1082 die Satzungen Cluny's beobachteten, waren von grossem Eifer für das Haus Gottes beseelt, beteten und arbeiteten. Sie feierten mit aller Pracht die hl. Geheimnisse, hielten für den Tag- und Nachtchor genau die Betstunden ein, beobachteten das Stillschweigen, versammelten sich im Kapitelhause zur Handhabung der Ordenszucht, beschäftigten sich mit dem Abschreiben von Büchern, Anlegen von Nekrologien und anderer nöthiger Hausbücher, ertheilten an den Schulen Unterricht, übten die Gastfreundschaft und andere Werke der Barmherzigkeit.

Ehe wir jedoch auf das Einzelne eingehen, wird es von Nutzen sein, zuvor einen flüchtigen Blick auf die Congregationen der Benediktiner jener Zeit zu werfen.

Bis zum XI. Jahrhundert beobachteten die Klöster des Abendlandes nach der Regel des hl. Vaters Benedikt grösstentheils streng das Gelübde der Beständigkeit in dem Sinne, dass die Brüder nicht von einem Benediktinerkloster in ein anderes geschickt werden konnten; selten wurden vom VI. bis zum XI. Jahrhundert solche Verschickungen vorgenommen.1 Die Mönche blieben in ihrem Professkloster, wo der Abt ohne Rücksicht auf seine Nachbarklöster, welche dieselbe Regel befolgten, fast unumschränkte Gewalt ausübte. Anders lauteten in dieser Beziehung die der Regel des hl. Benedikt beigegebenen Satzungen der Congregationen von Cluny und Frudella am Ende des X. und am Anfang des XI. Jahrhunderts. Viele Klöster vereinigten sich vermöge dieser Statuten zu einer grossen Verbrüderung („Confraternitas“), indem die in Frankreich, Italien und Spanien gelegenen Klöster zumeist sich um Cluny schaarten und einem constitutionell-monarchischen System huldigten. Ausser dem in Cluny selbst regierenden Abte blieben nur vier Klöster übrig, denen Aebte in dieser Congregation vorstanden, alle übrigen Klöster erhielten bloss Prioren.2 Der Abt (I-061) in Cluny war eigentlich der einzige Obere für alle verbrüderten Klöster. Jährlich hielt man daselbst eine allgemeine Versammlung, ein Generalkapitel, auf welchem alle Prioren erscheinen sollten. Diese wählten zunächst Definitoren, welche dann wieder zwei Aebte und zwei Prioren ernannten, um die persönlichen und sachlichen Verhältnisse des Klosters Cluny selbst zu untersuchen. So überwiegend also die Macht des dortigen Abtes war, um das Ganze zusammenzuhalten, so stand er dennoch nicht ohne Verantwortung da.

Die ersten Spuren einer Einwirkung Cluny's auf deutsche Klöster entdeckte Gfrörrer3 in den Zeiten Otto's III. für Murbach im Elsass, indem Abt Odilo seinen Mitbruder Warnerius dahinschickte, nach dessen Tode Odilo selbst um das Jahr 995 nach Murbach reiste.4 Die Klöster in Süddeutschland erfassten bald die Vortrefflichkeit dieser Statuten und bildeten in kurzer Zeit ähnliche Congregationen; aber die Umwandlung der Abteien in Priorate, wie es von St. Blasien mit Muri versucht worden war,5 wollte man nicht nachahmen. Besser entsprach den deutschen Klöstern der Austausch der Konventualen6 und die Berufung eines Mönches zur Abtwürde aus einem andern Confraternitätskloster. Im Uebrigen drang man, wie in Cluny, auf genaue und strenge Beobachtung der hl. Regel und pflegte die Gemeinschaft der Gebete und guten Werke. Demnach schreibt Abt Tritheim:7 Nach der von Abt Wilhelm und seinen Mönchen in Hirschau errichteten Verbrüderung wurden für die Verstorbenen ihrer Confraternität verschiedene Gebete verrichtet, Vigilien gehalten, Messen gelesen, Almosen gegeben und Busswerke verrichtet. Mone hat uns ein Bruchstück des Nekrologiums von St. Blasien mitgetheilt,8 worin Andeutungen über die verbündeten Klöster Süddeutschlands gegeben sind. Darnach sind drei Perioden in der Einführungsgeschichte dieser Congregation zu unterscheiden, die rasch aufeinander folgten. Die erste geht von circa 1000-1063 und ist leider nur in diesem Fragmente angedeutet. Aber nach allem scheint Einsiedeln während dieser Zeit an der Spitze gestanden zu sein. (I-062) Selbst St. Blasien erhielt von dorther die Satzungen.9 Die Männer, die aus Einsiedeln nach Muri kamen, und die wir oben kennen gelernt haben, sind der beste Beweis für die segensreiche Wirkung dieser neuen Ordnung.10 An die Stelle Einsiedelns trat aber St. Blasien, indem es in den Jahren 1068-1086 mit Frudella bei Turin in Verbindung trat. P. Mauriz van der Meer schreibt zum Jahre 108011: „Abt Giselbert von St. Blasien schickte 1069 zwei Mitbrüder, Uto und Rusten nach Frudella, um die neue Ordnung zu erlernen. Die Kaiserin Agnes unterstützte und versah sie mit allen leiblichen Bedürfnissen. Darnach wurde diese Lebensweise in St. Blasien eingeführt, und bald gingen Colonien in verschiedene Klöster, wie nach Muri, nach Göttweig (an der Donau in Oesterreich), Wiblingen, Alpirsbach u. s. w., welche Erfreuliches erzielten. Was Hirschau (respektive Einsiedeln) nicht vermochte, wurde von St. Blasien, das sich zu einer zweiten geistigen Mutter in Süddeutschland erschwang, durchgeführt.“ Daher kam es, dass selbst der hl. Wilhelm von Hirschau, der 1069 an die Stelle des aus Einsiedeln gekommenen Abtes Friederich getreten war und bereits andere Klöster nach den Gebräuchen Cluny's, wie Reichenbach, Allerheiligen in Schaffhausen u. s. w.,12 reformirt hatte, mit dem Abte von St. Blasien um das Jahr 1086 eine Verbrüderung abschloss. Aber gerade auf diese Weise trat Hirschau, das bereits neben St. Blasien eine eigene Congregation gebildet hatte, in den Vordergrund.

Die besondere Satzung, die zwischen Hirschau und den mit ihm zu einer Confraternität verbundenen Klöstern bestand, war: „Kommt ein Mönch von dort oder den verbrüderten Klöstern nach Hirschau, so werde er daselbst mit der Liebe empfangen, als wäre er ein Glied und Profess dieses Klosters. Aehnliches erweise man den Hirschauern in den mit ihnen verbrüderten Klöstern.“13 Zu ihnen gehörte nebst Einsiedeln, Rheinau u. s. w. auch Muri.

(I-063) Von den mit St. Blasien verbundenen Klöstern kennt Abt Tritheim 68, worunter aber mehrere waren, die aus Hirschau die Gebräuche Cluny's erhielten. Diese Unsicherheit mag wohl daher rühren, weil die Ausscheidung beider Congregationen, von Hirschau und St. Blasien, am Ende des 15. Jahrhunderts für Tritheim eine schwierige Aufgabe war, zumal Hirschau von St. Blasien bald wieder überflügelt wurde.

Von den 68 Klöstern gibt Abt Tritheim aus der Schweiz folgende an: Allerheiligen, Rheinau, Muri, Trub, Einsiedeln, St. Johann im Thurthal, Fischingen und Pfäfers; ausserdem nennt er 23 neu errichtete Gotteshäuser. Daraus ersieht man, dass dieses Verzeichniss aus späterer Zeit stammt, etwa vom Jahre 1200.14

Mone hat nach dem aufgefundenen Bruchstücke des Nekrologiums, das etwa 100 Jahre (von 1078-1167) gebraucht ward, eine Durchschnittsrechnung angestellt und fand bei jedem Tage 14-16 Einzeichnungen; ferner machte er die Wahrnehmung, dass von den im Confraternitätsverzeichniss genannten Klöstern nur folgende wirklich ihre „Breves defunctorum“ (Todtenscheine) nach St. Blasien eingesandt hatten: Mehrerau, St. Peter, Weingarten, St. Pantaleon in Köln, Muri, Zwiefalten und Schaffhausen.

Im Jahre 1090 kam zwischen Hirschau, St. Blasien und Muri zufolge einer aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammenden Abschrift15 noch eine besondere Verbrüderung zum Abschlusse. Die drei Äbte, Luitfrid von Muri, Wilhelm von Hirschau, und Uto von St. Blasien gingen nämlich mit Zustimmung aller Brüder folgenden Vertrag ein: So oft ein Mitglied aus einem dieser drei Klöster stirbt, wird die Todesnachricht den beiden andern Klöstern mitgetheilt und daselbst beim nächsten Kapitel verkündet, nach welchem die Versammlung sogleich (den 5. Psalm) „Verba mea“ (d. h. eine Nokturn) für den verstorbenen Mitbruder betet und gleichzeitig die Glocken läutet. Dafür sollten die Konventualen am Tische eine besondere Speise, je nachdem der Verstorbene ein Priester (si sit de interioribus) oder ein Laienbruder war (si sit de exterioribus), erhalten. Nachher mussten für den Dahingeschiedenen sieben Messen gelesen und ebenso viele Officien und „Verba mea“ gebetet werden. Überdiess hatte jeder Priester für dessen Seelenruhe eine hl. Messe zu celebriren; die Kleriker und Laienbrüder aber beteten für ihn 50 Psalmen und 50 Vater unser. (I-064) Waren mehrere Verstorbene gleichzeitig, so wurde für alle eine gemeinsame Oration gebetet; aber die Ration (Präbende) musste für jeden Verstorbenen insbesondere verabreicht werden.16

Über den Unterschied zwischen eigentlichen Mönchen und den Laienbrüdern (conversi, barbati wie auch oblati)17 werden wir später sprechen.

Worin damals diese „Präbende“ bestand, ob sie den Mönchen, wie in spätem Jahrhunderten, getrennt vom Tische, insbesondere in Brod, Früchten und Geld gegeben wurde, oder beim Tische insgemein als Zusatz der Mahlzeit, wie heute die Ehrenspeise und der Ehrenwein, können wir nicht entscheiden. Letzteres entspricht dem Geiste der hl. Regel und wird zutreffender sein.

Aus dem Mitgetheilten vom innern Leben der Konventualen erhellt, dass die Förderung der Ehre Gottes, der eigenen Heiligung und die Sorge für das Heil der Mitmenschen ihr Hauptziel war. Was der einzelne Mönch anstrebte, strebte auch die Congregation an, welcher er angehörte. Daher sind die im Irrthume, welche den Congregationen von Cluny, Hirschau u. s. w. einen politischen Zweck unterschieben wollen18, wenigstens kann ein solcher aus ihren Regeln und Satzungen nicht nachgewiesen werden, wenn auch die Stifter bei Gründung dieses oder jenes Klosters einen solchen im Auge gehabt haben mögen19.

Mit Gottesdienst und Gebet verbanden sodann die Mönche eifriges Studium. Ihr wissenschaftliches Streben nebst der Ascese ist allgemein anerkannt. Selbst Giseke gesteht, dass die Klöster von Cluny den Klassikern (der griechischen und lateinischen Sprache) nicht feindlich gegenüberstanden. Gfrörer hat auf die Frage, was dem Mönchthume des 11. Jahrhunderts eine so überlegene Geistesmacht verliehen, die Antwort ertheilt: Die Vermählung des Breviers oder der geistlichen (I-065) Theologie mit der klassischen, historischen Literatur des alten Roms20. Den Satz: „Viele römische Autoren wurden in den bessern Klöstern gelesen“, bestätigen nicht bloss die Bücherverzeichnisse von St. Gallen21, Pfäfers22 und Engelberg23, sondern auch der älteste Bücherkatalog von Muri, den uns der Anonymus mittheilt24. Nachdem dieser zuerst der Bücher der hl. Schrift und deren Erklärungen, der Legenden der Heiligen, der Werke mehrerer Kirchenväter, der liturgischen Bücher u. s. w. Erwähnung gethan hat, geht er auf die profane Literatur über. Hievon nennt er: den Grammatiker Priscian und eine Glosse dazu und dessen Construktionen, drei Bücher Quintilian's, den Hyginus, Cato, Avian, Äsop, zwei Bücher von Walther von Aquitanien, zwei Bücher Homer, Maximian, Persius, Helpricus und Donatus, ferner Martial, Ovid (Briefe), Sallust, Statius, etc. Ausser diesen Werken sind noch philosophische Schriften des Aristoteles, dann mathematische und geometrische Werke25 verzeichnet. Zuletzt folgen noch grammatische Schriften nebst einer Mappa mundi (Weltkarte) und dem Theodul26. Indessen wollte unser Anonymus keinen vollständigen Katalog liefern; denn er sagte am Schlusse der genannten Bücher: es seien noch viele andere nützliche Bücher vorhanden, die er einzeln nicht habe verzeichnen wollen. Er unterlässt aber nicht, auf den hohen Werth eines solchen Schatzes hinzuweisen, indem er zur Beherzigung beifügt: „Die Bücher muss man nicht bloss gut erhalten und vor Zerstörung bewahren, sondern auch fortwährend abschreiben, vermehren, verbessern, ausschmücken (durch Einbände oder Malerei) und genau verzeichnen. Denn was wäre das Leben einer geistlichen Person ohne Bücher!“

Der älteste Verfasser der Akten meldet zugleich mit sichtlicher Freude27, dass Propst Reginbold viele Bücher erworben habe, indem er einige von Einsiedeln mitbrachte, andere (I-066) aus St. Gallen erhielt und noch mehrere abschreiben liess; auch sagte er, dass die Mitbrüder Heinrich und Notker mit Eifer dem Bücherabschreiben oblagen, und dass Reginbold's Nachfolger, Burkard, ebenfalls bedacht war, dass Bücher abgeschrieben und die angefangenen vollendet würden.

Diese Bücher fanden vorzüglich ihre Verwerthung in der Schule. Das Vorhandensein einer Schule in Muri schon im ersten Jahrhunderte der Stiftung kann aus den Akten nachgewiesen werden. Der Anonymus schreibt vom Propste Reginbold: er habe sehr viele Knaben edler Abkunft (pueros nobiles quam plurimos) hier unterrichten und erziehen lassen28. Ferner berichtet er, dass der Sohn eines Heinrich von Buttwil, Namens Gerlo, in Muri ernährt, unterrichtet und zum Priester herangebildet wurde29. Sogar im Hermetschwiler-Nekrologium sind von erster Hand zwei Namen (29. April und 3. Juli) eingetragen, welche die Eigenschaft „scolaris“ (Schüler) haben. Freilich ist nicht beigefügt, ob diese in Muri studirt haben und mit den Frauen in Hermetschwil in irgend welcher verwandtschaftlichen Beziehung gestanden seien30.

Welche Gegenstände in der Muri-Schule gelehrt wurden, können wir analog nur aus dem entnehmen, was P. Gall Morel über die Erziehungsanstalt des Stiftes Einsiedeln sagt31, wornach nicht bloss das Trivium (Grammatik, Rhetorik und Dialektik), sondern auch das Quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie) bestand. Der Bücherkatalog Muri's enthält auch die für die Fächer des Quadriviums entsprechenden Werke. Weil es von Gerlo ausdrücklich heisst, er sei „unterrichtet und zum Priester herangebildet“ worden, so darf man mit grosser Wahrscheinlichkeit sagen, dass in Muri zugleich die Theologie gelehrt worden sei.

Den Geist und das wissenschaftliche Streben dieser Schule erkennen wir aus den Männern, die aus derselben hervorgegangen sind, wie die Äbte Ulrich I. und Ronzelin32, der älteste Verfasser der Akten, und die, welche die Nekrologien anfertigten und Bücher abschrieben33.

Den eben genannten zwei Äbten, welche in der Muri-Schule ihre Bildung empfangen hatten, wagen wir Adelhelm, (I-067) ersten Abt von Engelberg, beizuzählen, da er aller Wahrscheinlichkeit nach ein Mönch von Muri war. Zwar lassen ihn Einige von St. Blasien, Andere von Einsiedeln und wieder Andere von Hirschau nach Engelberg kommen, wissen aber nur schwache Beweise für ihre Behauptung anzugeben. Die ältesten Chronisten von St. Blasien sagen nichts von einem nach Engelberg postulirten Abte Adelhelm; auch in dem vom Abte Kaspar II. im Jahre 1584 zusammengestellten Verzeichniss wird er nicht als solcher genannt; erst im vorigen Jahrhunderte lässt Wülperz ihn von St. Blasien nach Engelberg gehen34, während Abt Gerbert von St. Blasien den Streit, der zwischen Einsiedeln und St. Blasien wegen der Herkunft Adelhelm's waltete, nur einfach erwähnt und beifügt, dass die Verfasser der Gallia christiana ihn sogar dem Kloster Hirschau zuschreiben wollten35. Der „Versuch einer urkundlichen Darstellung der Geschichte von Engelberg“ (S. 22) lässt die Frage über Adelhelm's Herkunft ungelöst, während das Album Engelbergense (Luzern, 1882), S. 23 ihn ohne nähere Begründung aus St. Blasien kommen lässt („e S. Blasii Monasterio in Hercynia accitus“). Als P. Meinrad Bloch von Muri († 1831) die Gelehrten von St. Blasien und Einsiedeln um die Gründe für ihre Behauptungen anging, konnte er von keiner Seite einen befriedigenden vernehmen.

In Rücksicht dessen wird es nicht unbescheiden sein, zu behaupten, Abt Adelhelm von Engelberg stamme aus der St. Martinszelle zu Muri, wenn wir diese Ansicht auch nur durch einen Wahrscheinlichkeitsgrund zu stützen vermögen. Im Hermetswiler-Nekrologium lesen wir nämlich am 24. Februar (im Engelberger am 25. Febr.) „ADELEM, ABB. M.“, von erster Hand, in zweiter Spalte, mit Majuskelschrift, also mit Hervorhebung, eingetragen. Fast in gleicher Weise steht Abt Chuno von Muri, aus St. Blasien postulirt, in demselben Nekrologium am 2. November eingezeichnet. Diese Auszeichnung liessen die zwei ersten Hände, welche in der Wahl der Formen und Spalte im besagten Nekrologium sehr genau waren, nur wenigen Namen zu Theil werden. Was somit von Chuno gilt, kann in umgekehrter Ordnung von Adelhelm angenommen, und dieser somit als ein aus Muri nach Engelberg postulirter Abt angesehen werden. Den stärksten Beweis hiefür gibt der Buchstabe „M.“ (Monachus), welchen die ersten Hände dieses Nekrologiums nur den Muri-Konventualen beigaben36.

(I-068) Adelhelm starb im Jahre 1131 im Rufe der Heiligkeit und wurde bald nach seinem Tode als ein Heiliger anerkannt und verehrt37. Seine Gebeine wurden 1611 feierlich erhoben38, und jetzt noch suchen bei seinem Grabe Bedrängte Trost und Hilfe39.

Bevor wir dieses Kapitel schliessen, müssen wir, veranlasst durch den oben erwähnten Verbrüderungspakt, noch Einiges beifügen über den Unterschied zwischen innern und äussern Brüdern, sowie über das von Muri abhängige Frauenkloster in Hermetschwil.

Nach den Satzungen von St. Blasien war der Konvent in zwei Gruppen abgetheilt, in Priester (fratres nostræ congregationis oder literati) und in Laienbrüder (fratres exteriores oder auch barbati genannt).

„Fratres exteriores“ (Aussenbrüder) hiessen sie, weil der Abt sie für die Verwaltung und Bewirthschaftung der zum Kloster gehörigen Höfe verwendete oder im Kloster ihnen die Verrichtung der gewöhnlichen Hausdienste und die Ausübung der Künste und verschiedenen Handwerke übertrug40. Unser Anonymus sagt ausdrücklich, dass Abt Giselbert 1082 solche „fratres exteriores“ von St. Blasien nach Muri geschickt habe41, und meldet dann, dass die Güter im Elsass von diesen bewirthschaftet wurden. Der Mönch Rupert, „der im Thurgau begraben liegt“42, wird ihnen beizuzählen sein. Sie hatten in Muri ihr eigenes Schlafgemach; denn der Anonymus erzählt, dass Graf Otto „im Schlafsaale der Laienbrüder“ (in dormitorio exteriorum fratrum) ein Licht gestiftet habe43.

Die Priester und Kleriker dagegen lagen vorzugsweise den Wissenschaften ob, hielten Schule, studirten und widmeten sich der Sorge für das Seelenheil der Nebenmenschen, zumeist der Untergebenen, der Gotteshausleute, ohne jedoch als Seelsorger auf Pfarreien zu wirken, nach damaligem Grundsatze: „Weltleute werden besser von Weltpriestern geleitet“44. Ob (I-069) sich unter diesen Leuten innerhalb der Klostermauern auch Oblaten befanden, ähnlich wie in Cluny und Hirschau, ist aus den Mittheilungen des Anonymus nicht klar ersichtlich. Indessen erinnert das, was er über die Beaufsichtigung dieser Leute sagt, recht lebhaft an die Einrichtung, welche der hl. Wilhelm zu Hirschau in dieser Beziehung getroffen hatte45. Unser Mitbruder schreibt nämlich46: „Den Dienern aber, welche in den Klosterwerkstätten sind und arbeiten, muss von den Pröpsten grosse Sorgfalt zugewendet werden, damit sie den Brüdern mit gutem Willen in Zucht und Treue dienen, was sie ohne gehörige Nahrung und Kleidung nicht vermöchten. Für ihr geistliches Leben und ihre religiösen Bedürfnisse muss der Abt Sorge tragen, entweder in eigener Person oder durch einen hiezu bestellten Priester, damit sie im christlichen Leben unterrichtet werden und ihre Seelen keinen Schaden leiden, wenn sie, was Gott verhüte, unchristlich handeln oder leben sollten“.

Nicht gar ferne von unsern Brüdern wohnten auch Klosterfrauen. „Es war“, wie P. J. Wichner von Admont schreibt47, „eine Gepflogenheit des Mittelalters, in der unmittelbaren Nähe der Männerklöster derlei Institute für die Frauen desselben Ordens zu errichten. Dieses war besonders bei den Chorherren und Benediktinern Regel“. Er führt dann Beispiele von österreichischen Klöstern an und weist auf die Gründe dieser Erscheinung hin. Was dort geschah, wiederholte sich in gar vielen Ländern und Orten, und so auch in Muri. – Die ersten Ordensschwestern mögen wenig vor 1085 in die Nähe dieses Männerklosters gekommen sein. Unser Anonymus berichtet darüber anfänglich ganz kurz: dass nämlich Abt Giselbert von St. Blasien „Schwestern“ (sorores) nach Muri geschickt habe48, welche zur Zeit, da er schrieb, eine daselbst bestehende Gemeinde bildeten. Später kommt er dann wieder darauf zurück und sagt49: „Für die Gewohnheit, weibliche Personen zu einer Ordensgemeinde zu vereinigen, spricht das Leben der hl. Väter, welche gleichfalls um Gotteswillen solche Genossenschaften gründeten; doch muss deren Wohnung und Wandel so vollständig von den Mönchen abgesondert sein, dass keinerlei Verdacht über sie laut werden kann; dem Abte allein und den über sie gesetzten Pröpsten soll die Beaufsichtigung und Leitung ihres klösterlichen Zusammenlebens (I-070) zustehen“. Im weitem Verlaufe, namentlich bei Aufzählung der Stiftungen, mischt er dann nicht selten Notizen ein, die sich auf dieses Frauenkloster beziehen, und woraus zugleich erkenntlich ist, dass zuweilen ganze Familien, Eltern und Kinder oder Brüder und Schwestern den Ordensstand wählten, indem die Väter und Söhne bei den Mönchen, die Mütter und Töchter bei den Frauen eintraten. So heisst es: dass eine Matrone, Chunze, „an diesen Ort (Muri) zur Bekehrung kam mit ihren drei Töchtern, Berkta, Gepa und Ita “50; ferner lesen wir: „Die 7 Tagwerke, die wir zu Wile besitzen, gab Wico hieher, ein Mönch dieses Gotteshauses, mit seinem Weibe Berchta, seinem Sohne und seinen Töchtern, Libtaga, Adelheid, Mechtild und Gertrud“51; wiederum erzählt der Anonymus: ein gewisser Arnold aus der Familie Habsburg habe, als er hieher mit seinem Weibe Ita und der Tochter Hedwig zur Bekehrung gekommen war, dem hl. Martin drei Tagwerke u. s. w. gegeben. Ähnliche Aufzeichnungen finden sich mehrere52. Sogar aus dem Elsass kamen Personen beiderlei Geschlechtes, um sich in Muri im Ordensstande dem Herrn zu widmen, deren Namen auch mitgetheilt werden53 Alle diese Namen finden sich, mit weniger Ausnahme, mit den Mönchen untermischt, in dem oft genannten Hermetschwiler-Nekrologium in der ersten oder zweiten Spalte, als „monialis“ oder „monacha nostræ congregationis“ (Klosterfrau unserer Genossenschaft), seltener als „conversa“ (Laienschwester) oder „inclusa“ (Verschlossene) eingeschrieben, und sind fleissig von „laica“ (Laiensperson) oder „ancilla“ (Magd) unterschieden.

Diese, dem Verfasser der Acta Mur. entnommenen Nachrichten sind so gestellt und mit solchen Worten gegeben, dass die letzten vier Jahrhunderte in Muri allgemein die Ansicht herrschte, die Nonnen hätten bis ungefähr 1200 ihr Gotteshaus ganz nahe beim Männerkloster gehabt, zumal auch die Stiftungsurkunde des Klosters Fahr vom 1. Februar 1130 von einem Frauenkloster zu Muri spricht, indem es heisst: das Leben der Nonnen in Fahr solle sich nach der Regel der in Muri oder in Berau54 befindlichen Klosterfrauen richten55.

Ohne diese Ansicht glatthin zu verwerfen, neigen wir uns mehr der Behauptung zu: die Klosterfrauen seien gleich anfangs nach Hermetschwil versetzt worden, und zwar aus folgenden Gründen:

(I-071) Hermetschwil gehörte, wie der Anonymus sagt56, vom Anfang an zur Stiftung des Klosters Muri. Daselbst besass es einen Hof und andere Güter, Viehherden, ein Wirthshaus, eine Fähre und eine Mühle. Die Kirche hatte Taufstein und Begräbniss und bezog den Zehnten vom Dorfe. Diese Kirche wurde aber, wie die St. Martinskirche in Boswil, dem Kloster Muri vollständig inkorporirt, so dass sie gleich denen in Boswil und Wohlen (St. Anna) in den päpstlichen Bullen von 1179, 1189, 124757 nur als Kapelle erscheint. Da die Zinsleute der obern Kirche in Boswil der untern Kirche pfarrlich zugewiesen und daselbst begraben wurden, so können wir analog schliessen, dass man die Hofleute von Hermetschwil der Pfarrkirche in Muri zutheilte, bis im 14. Jahrhunderte wieder eine Pfarrei gegründet wurde. Dieser Schluss wird unterstützt durch die Thatsache, dass die Klosterfrauen, ungeachtet des bestehenden Pfarrgottesdienstes, bis zum Ende des 16. Jahrhunderts an Sonn- und Feiertagen zum Klostergottesdienste nach Muri gehen mussten und daselbst auch ihre Begräbnisstätte hatten.

Weil nun Abt und Konvent in Muri den Frauen die Höfe, die Fähre und Mühle, wie auch die Kapelle in Hermetschwil58 zum Besitze übergaben, im Übrigen aber diese ihnen ganz unterworfen waren und ihre geistige Pflege in Muri erhielten, so konnte und wollte sie unser Konvent wie ganz in der Nähe wohnende Schwestern – obwohl 1 ½ Stunden entfernt – betrachten, zumal er ihre Ökonomie bis zum Jahre 1300 vollständig führte59.

Ferner möchte auch der Umstand unsere Behauptung begründen, dass in dem noch vorhandenen Hermetschwiler-Nekrologium (um das Jahr 1145 angefertigt) vor der im Jahre 1243 gemachten Vergabung des Heinrich Vislare an die seligste Jungfrau Maria und den hl. Nikolaus in Hermotswile wenigstens vier Vergabungen an das dortige Frauenkloster von verschiedenen Händen eingezeichnet sind, wovon zwei wohl sicher dem 12. Jahrhundert angehören60. Also waren die Frauen längst vor 1200 in Hermetschwil.

(I-072) Dann ist ein Kalendarium vorhanden, das für diese Nonnen entweder am Ende des 11. Jahrhunderts oder Anfangs des 12. geschrieben wurde61. Darin ist Bischof Nikolaus (6. Dez.), Patron der Kirche in Hermetschwil, mit schönerer Majuskelschrift hervorgehoben, als selbst Bischof Martin (11. Nov.), Patron des Klosters Muri62.

Endlich spricht auch das für unsere Behauptung, dass Gräfin Ita im Hermetschwiler-Nekrologium übergangen ist. Hätten die Nonnen anfänglich in Muri selbst gewohnt und irgendwie von ihren Stiftungsgütern etwas genossen, so würde ihr Name gewiss nicht in demselben fehlen.

Dagegen scheinen diese Frauen an einer Tamburg, die in Hermetschwil selbst oder anderswo Klosterfrau war, eine grosse Wohlthäterin gefunden zu haben; denn der Schreiber des Hermetschwiler-Nekrologiums hob ihren Namen am 23. Juli („Tamburg S. n. c. sanctimonialis“) mehr als jeden andern hervor63. Ob sie die erste Meisterin in Hermetschwil war, wie Theodor von Liebenau glaubt (Adler), lasse ich dahingestellt sein.

Diesen ersten Abschnitt unserer Geschichte können wir nicht besser schliessen, als mit der geistvollen Ermahnung unseres bewährten Anonymus, die er dem kaiserlichen Schutzbriefe vom Jahre 1114 folgen lässt. Sie lautet64: „Alle, welche je in dieses Kloster eintreten und darin verbleiben, sollen und müssen wissen und fleissig beherzigen, welche Geduld und Mühe nöthig war, um dieses Gotteshaus zu dem blühenden Zustande zu bringen, dessen es sich jetzt erfreut. Schon bei der Gründung desselben, als einer Stätte des Segens für das gläubige Volk, waren grosse Schwierigkeiten zu überwinden; es gab Gefahren von Seite der Herren und Nachbarn; selbst die eigenen Leute in und ausser dem Kloster zeigten sich unbeständig; kurz, es war nicht so leicht, ein geordnetes klösterliches Leben unter so drückenden Verhältnissen zu führen. Darum sollen sie bedacht sein, die Ordenszucht zu beobachten, die Klausur zu wahren, den Umgang mit der Aussenwelt so viel möglich zu meiden und auf sich selbst und die ganze Gemeinde (I-073) wohl Acht zu haben, damit das Mönchsleben mehr denn je unter ihnen erblühe; das Kloster Bestand habe und ihre Seelen keinen Schaden leiden. Hinwieder sollen sie sich dann auch erinnern , welches augenscheinliche Glück das Kloster und seine Bewohner dermalen geniessen, während ihre Feinde von manchem Missgeschicke betroffen wurden, und wie Gott der Herr und sein treuer Diener, der hl. Martinus, uns in harter Zeit beschützt und erhalten hat. Möchte unser Herr, Jesus Christus. auch ferner seinen mindesten Dienern stets hilfreich beistehen! Amen!“


  1. Tractatus de Congregationibus O. S. B. von P. Mauriz van der Meer, Handschrift in Gries, Einsiedeln u. Engelberg. - Confraternitäten (Verbrüderungen) im Sinne der Gemeinschaft der Gebete und guten Werke bestanden von jeher in Deutschland (vgl. Carajan, Verbrüderungsbuch des Stiftes zu Salzburg, Wien, 1852).

  2. In den Zeiten des berühmten Peter des Ehrwürdigen (1126) zählte man bei 2000 Priorate (Raumer, Geschichte der Hohenstaufen VI., S. 343 ff; Marrier, Cluniac Chron., p. 165 u. a. O.).

  3. Papst Gregor VII., Bd. VI., S. 32 ff.; St. Alban in Basel hatte sich später der Cluny-Congregation angeschlossen (v. Mülinen, Helv. sacra I., 129 u. a. O.).

  4. P. O. Ringholz, der hl. Abt Odilo von Cluny, S. 56, 57.

  5. Acta Mur., Bl. 9 b,

  6. Chronicon Herm. contr., ed. Ussermanni I., 348 ff.; Histor. polit, Blätter LIII., 145 ff.

  7. Hirschauer-Chronik, Abt Wilhelm.

  8. Nekrolog., Annalen von St. Blasien, Zusätze, S. 610 ff.

  9. Acta Murensia, Bl. 7 b. Ueber die Thätigkeit Einsiedelns für die Reform deutscher Klöster vgl. Ringholz's Abhandlung in „Studien und Mittheilungen aus dem Benediktiner-Orden“, 1886, I., 50 ff.

  10. Einsiedeln hatte 1065 zwölf Mitbrüder zur Wiederherstellung des Klosters Hirschau abgesendet u. dort Friedrich als Abt eingesetzt. Von diesen zwölf kamen Etik als Abt nach Ebersberg u. Notker als solcher in's Kloster Zwiefalten (Leben u. Wirken des hl. Meinrad, Einsiedeln, 1861, s. 167).

  11. Tractatus de Congregationibus O. S. B., Msc.

  12. Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen, 296, 297; Trithemius, Chronicon Hirsaug. I., 220, 221.

  13. P. Aug. Stöcklin, Hdsch. in Gries, S. 6. Dieser citirt Trithemius, Chronicon Hirsaug; wir konnten aber in der St. Galler-Ausgabe vom J. 1690 diese Stelle nicht finden. Wir wissen jedoch, dass Stöcklin in seinen Sammlungen sehr genau zu Werke ging.

  14. Tractatus de Congregationibus O. S. B., Hdschr. in Gries, S. 42 -44. – Bernold rühmt in seinem Chronicon zum J. 1083 nebst St. Blasien u. Hirschau gleichfalls Allerheiligen in Schaffhausen.

  15. Das Original des Dokumentes ist leider nicht mehr vorhanden.

  16. Mitth.. von Baumann, Archivar in Donaueschingen, aus einem Codex der Ottingen-Wallerstein'schen Bibliothek zu Maihingen, der ca. 1100-1150 im Kloster Füssen geschrieben wurde u. zugleich ein Martyrologium, ein Regula S. Benedicti u. ein Nekrologium enthält. Darnach ist auch Tritheim (Annales Hirsaugienses ad annum 1091) zu ergänzen, der bei Aufzählung der damals verbrüderten Klöster Muri übergeht. Eine ähnliche Verbrüderung bestand im XII. Jahrhundert auch in Einsiedeln (Cod. Eins. Nr. 117; Mittheil. von P. Odilo Ringholz). Sie möchte die Klöster Pfäfers u. Disentis zu Mitgliedern gehabt haben.

  17. Vgl. Vita s. Wilhelmi von Heymon in Acta O. S. B., T. IX.

  18. Giseke, Ausbreitung der Hirschauer Regel, Jahresbericht des Gymnasiums zu Halle a/S., 1877; Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen, S. 296.

  19. Gfrörer, Papst Gregor VII., Bd, 1., 633 ff.

  20. Papst Gregor VII., l. c.

  21. Weidmann, Geschichte der Bibliothek von St. Gallen, S. 421.

  22. P. Ild. von Arx, Gesch. des Kts. St Gallen I., 294, 295.

  23. Versuch einer urkundl. Darstellung des Stiftes Engelberg, S. 32, 33.

  24. Acta Mur., Bl. 17 a-18 b.

  25. Über die Geometrie des Mittelalters, vgl. P. Ild. v. Arx, l. c, I., 264.

  26. Vielleicht Theodulos, der im 10. Jahrhunderte eine Ecloge schrieb. Alois Schulte ist mit G. Becker (Catalogi bibliothecarum antiqui, Bonn, 1885, S. 1150) einverstanden, dass der Muri-Bücher-Katalog in den Acta Mur. dem 12. Jahrhundert angehört, wenn unter „omelie Cesarii“ Cäsar von Arles (nicht von Heisterbach, † 1240) gemeint ist (Habsburger Studien, Separatabdr., S. 19).

  27. Acta Mur., Bl. 5 a, b; 6 a, b.

  28. Acta Mur., Bl. 5 b.

  29. Daselbst, Bl. 24 b.

  30. Zwei Namen (2. Jänner u. 10. Februar) haben die Bezeichnung „pueri“ (Knaben).

  31. Jahresbericht u. Programm vom Studienjahre 1854-55.

  32. Von diesem werden wir später sprechen.

  33. Wovon einige noch vorhanden sind (Aarau, Gries).

  34. Collectanea, fol. XXI., Einsiedler Hdschr. (Mitth. von P. Ign. Odermatt von Engelberg).

  35. Historia silvæ nigræ I., 421, 422. Von Einsiedeln lassen ihn kommen: die Einsiedler Annalen; Murer, Helvetia sancta, p. 287, 288; Bucelin, Menologium, p. 249 u. A.

  36. So spricht sich auch P. J. Kaspar Winterlin aus, der das heutige Muri-Nekrologium in den Jahren 1621-1631 anlegte (Arch. Muri in Gries).

  37. Am Ende des 12. Jahrhunderts schrieb ein Mönch auf den Rand der Engelberger-Chronik: „Post hunc sanctum Adilhelmum“ etc.

  38. Murer, Helvetia sancta.

  39. Versuch einer urk. Darst. d. Gesch, von Eng., S. 24.

  40. (In monasterio) omnes regulares officine haberi et observari debent (Acta Mur., Bl. 21 a).

  41. Acta Mur., Bl. 9 a.

  42. Daselbst, Bl. 33 b.

  43. Daselbst, Bl. 28 b.

  44. Daselbst, BL 20 b.

  45. Act. SS. O. S. B., T. IX., vita S. Wilhelmi, Nr. 23.

  46. Acta Mur., Bl. 21 h.

  47. Wissensch., Studien u. Mitth. über den Benediktiner Ord., 1881, 1. Hft., S. 75.

  48. Acta Mur., Bl. 9 a.

  49. Daselbst, Bl. 21 b.

  50. Acta. Mur., Bl. 28 a.

  51. Daselbst, Bl. 30 b.

  52. Acta Mur., Bl. 32 a; 35 b. Zwei Schwestern, Teutila u. Guofa, wurden unter Abt Ronzelin 1128 zur hl. Profession zugelassen.

  53. Acta Mur., Bl. 36 a.

  54. Zwei Stunden von St. Blasien entfernt.

  55. Annales Heremi, p. 187.

  56. Acta Mur., Bl. 27 a, b. - Ob Hermetschwil Bischof Werner oder Graf Radeboto vergabte, ist nicht bemerkt, nur wissen wir, dass es Gräfin Ita nicht schenkte, weil es ausserhalb ihrer Besitzungen lag (Acta. Mur., Bl. 21 a). Vgl. darüber Vorwort.

  57. Quellen zur Schweizer Gesch. III., Kloster Muri, S. 116-123 u. Arch. des Frauenkl. Herm.

  58. Laut Archiv der Frauen sind das ihre ersten u. wichtigsten Besitzungen.

  59. Die älteste Urk. der Frauen geht nur bis 1320 zurück. Das Verhältniss des Klosters Herm. zu Muri möchte jenem ähnlich gewesen sein, in welchem heute noch Fahr zu Einsiedeln steht.

  60. Hermetschwiler Nekrol., Bl. 122.

  61. Abt Lnitfrid († 1096) ist wohl unverkennbar nachträglich eingezeichnet worden.

  62. Bibliothek in Gries. Vgl. Vorwort.

  63. Wir glauben diese Tamburg in der Urk. des Klosters Allerheiligen vom 14. März 1094 gefunden zu haben (Quellen zur Schweizer Gesch. III., Kloster Allerheiligen, S. 37). Diese edle Matrone machte auch grosse Vergabungen an das Frauenkloster der hl. Agnes in Schaffhausen n. scheint dort Nonne gewesen zu sein.

  64. Acta Mur., Bl. 13 b.